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Betonzusatzmittel und ihr Einsatz in der Betonverarbeitung

Betonzusatzmittel und ihre Verwendung bei der Herstellung von Betonmöbeln

Eine Kurzübersicht

In diesem Artikel erhälst du einen Überblick über die gängigen Betonzusatzmittel und deren Verwendung in der Herstellung von Betonmöbeln.

 

Die empfohlenen Zugabemengen sind den Angaben der jeweiligen  Produkthersteller zu entnehmen. 

Fließmittel / Verflüssiger

Durch die gezielte Zugabe von Fließmittel lässt sich die Wasserzugabemenge stark reduzieren, was insbesondere bei der Herstellung von hochfestem Beton elementar ist.

 

Der Beton wird durch die Zugabe von Fließmitteln sehr fließfähig und lässt sich hierdurch auch in komplizierte Schalungsformen sehr leicht einbringen.

 

Durch die Zugabe von Fließmittel kann auch selbst verdichtender Beton hergestellt werden. Die im Beton enthaltenen Luftblasen entweichen hier von selbst, eine zusätzliche Verdichtung darf in diesem Fall nicht erfolgen, da es hier sonst zu Auswaschungen des Zementleims kommen kann.

 

Fließmittel sind in flüssiger Form oder auch als Pulver erhältlich.

Schwindreduzierer

Betonteile unterliegen bei ihrer Aushärtung einem minimalem Materialschwund, dieser Schwund kann insbesondere bei sehr dünnwandigen Platten zu einer sog. Aufschüsselung (Wölbung) oder feinen Schwundrissen führen.

 

Durch die Zugabe eines Schwindreduzierers lässt sich das Schwindmaß des Betons um bis zu 50 % verringern. 

Luftporenbildner

Durch die Zugabe eines Luftporenbildners wird im ausgehärteten Beton die Widerstandfähigkeit gegen Frost und Tausalze erhöht, diese werden daher bei Bauteilen oder Betonmöbeln verwendet, welche im Außenbereich aufgestellt werden und hierdurch Feuchtigkeit und niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind.

Dichtungsmittel

Dichtungsmittel hat eine plastifizierende Wirkung im Frischbeton und erhöht die Wasserundurchlässigkeit und somit ebenfalls die Frostsicherheit des Betons. 

 

Dichtungsmittel ist in flüssiger Form oder als Pulver erhältlich.

Verzögerer

Wie der Name schon sagt, kann durch die Zugabe eines Betonverzögerers der Abbindevorgang des Betons verlangsamt und die Verarbeitungszeit erhöht werden, dies ist insbesondere bei einer Verarbeitung unter hohen Temperaturen sinnvoll. Der Beton härtet hierdurch langsamer und härter aus.

Beschleuniger

Beschleunigt den Abbindevorgang uns somit die Aushärtung des Betons. Durch die Zugabe eines Beschleunigers lässt sich die Zeit bis zur Aushärtung des Betons auf wenige Minuten verkürzen. 

Feinzuschläge

Bei Feinzuschlägen handelt es sich um Materialien wie Microsilica, Metakarolin, Flugasche oder Quarzmehl.

 

Diese Stoffe haben eine extrem geringen Partikelgröße und sind um ein zigfaches feiner als Zement.

 

Durch die Feinzuschläge werden im Beton mikroskopisch kleine Hohlräume zwischen den Zementteilchen geschlossen, hierdurch ist die Herstellung von spiegelglatten Sichtbetonoberflächen möglich. Zudem wird durch die Kombination von Fließmitteln und Feinzuschlägen die Fließfähigkeit des Betons erheblich verbessert.

 

!! Sicherheitshinweis !!

Beim Umgang mit Feinzuschlägen muss unbedingt ein geeigneter Atemschutz getragen werden, weil durch die Mikropartikel eine Schädigung der Lunge hervorgerufen werden kann.

Farbpigmente

Durch die Zugabe von Farbpigmenten kann der Beton in unterschiedliche Farbtöne gefärbt werden, welche je nach Zugabemenge in der Intensität unterschiedlich sind, "knallige Farbtöne" lassen sich hiermit aber nicht wirklich erzielen, die Farben haben immer einen gewissen Graustich.

 

Für die Herstellung von farbigem Beton hat sich die Verwendung von Weißzement bewährt.

 

Die maximale Dosierung von Pigmente im Beton liegt bei 5% bezogen auf den im Beton enthaltenen Zement.

 

Die Pigmente sollten vor der Wasserzugabe unter die Trockenmasse gemischt werden.

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