Beton richtig verdichten

Betonmöbel selber bauen

Der Verdichtungsvorgang ist nur ein kleiner Arbeitsschritt in der Betonverarbeitung, er kann aber einen großen Einfluss auf die spätere Optik des Sichtbetons haben.

 

In diesem Artikel zeige ich dir, was du bei der Verdichtung von Beton bachten musst, um eine schöne Sichtbetonoptik zu erzielen.

Warum muss Beton eigentlich verdichtet werden?

In der Betonmatrix sind Zuschläge mit verschiedenen Korngrößen enthalten, diese erstrecken sich von mikroskopisch kleinen Micropartikeln bis hin zu Zuschlägen mit einer Korngröße von mehreren Millimetern.

 

Diese Zuschläge werden später nach der Zugabe von Wasser und dem Bindemittel Zement miteinander verklebt und härten zu Beton aus.

 

Wird der angemischte Beton in die Schalungsform eingebracht, setzen sich die Zuschläge und der Zementleim durch die Schwerkraft langsam am Boden der Schalung ab. Aufgrund der unterschiedlichen Korngrößen entstehen hier minimale Zwischenräume, in welchen Luft eingeschlossen ist.

 

Durch die Verdichtung des Betons werden diese Zwischenräume im Beton geschlossen und die eingeschlossene Luft kann über die Oberfläche aus dem Beton entweichen.

 

Würde der Beton ohne Verdichtung aushärten, wären die Lufteinschlüsse später als sog. Lunkern auf der Sichtbetonfläche verewigt.

Wie wird Beton verdichtet?

Bei der industriellen Herstellung von Betonmöbeln oder Beton-Fertigteilen kommen sog. Rütteltische zum Einsatz, die Tische sind auf Motoren gelagert und können so zur Vibration gebracht werden.

 

Auf der Baustelle erfolgt die Verdichtung in den meisten Fällen mit einem sog. Flaschenrüttler.

 

Im Hobbybereich und bei der Herstellung kleinerer Betonmöbel, wie ich sie auf meinem Blog vorstelle, kann die Verdichtung auch von Hand erfolgen. In der Regel ist es hier vollkommend ausreichend die Schalungsform leicht mit einem Gummihammer abzuklopfen, bzw. leicht an der Schalungsform zu rütteln.

Was ist bei der Verdichtung von Beton zu beachten?

Wird die Schalungsform bewegt, sind hier sog. Scherbewegungen zu vermeiden, da es hierdurch zu Auswaschungen des Zementleimes kommen kann. Ein typisches Schadensbild wären hier sandige und poröse Kanten.

 

Die Verdichtung des Betons sollte beendet werden, sobald keine Luftblasen mehr an der Oberfläche aufsteigen. Eine vorangeschrittene Verdichtung äußert sich zudem an einer hellen Verfärbung der Oberfläche. Durch die entweichende Luft wird Zementleim an die Oberfläche transpotiert, dieser setzt sich als hellgrauer Film auf der Oberfläche ab. Sobald sich der Zementleim an der Oberfläche absetzt, sollte die Verdichtung beendet werden.