Eine Gartenmauer / Natursteinmauer selber bauen

DIY-Anleitung

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du ganz einfach eine kleine Natursteinmauer für deinen Garten selber bauen kannst. 

Benötigte Materialien:

- Natursteine

- Trasszementmörtel (Fertigmischung)

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alternativ (zum selber mischen):

- Trasszement

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- Sand

Benötigte Werkzeuge:

- Betonmischer

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- Schubkarre

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- Richtschnur

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- Schaufel

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- Maurerkelle

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- Hammer / Fäustel

*https://amzn.to/2X9BCzM

- Meisel

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Die Produktlinks von Amazon sollen die einzelnen Materialien darstellen. Vor dem Kauf lohnt sich ein Vergleich. Insbesondere der Beton und der Zement ist im Baumarkt deutlich günstiger erhältlich. Für einfache Bastelarbeiten muss es nicht immer das teuerste Werkzeug sein!

1. Das Fundament der Gartenmauer

Hier siehst du eine Übersichtsaufnahme der Baustelle. Die Natursteinmauer welche ich hier errichten werde soll den angrenzenden Hang zur späteren Terrasse abfangen. Die Mauer soll ca. 50 cm hoch werden.

Für eine entsprechende Mauer benötigst du ein Fundament, dieses sollte in unseren Breitengraden 80 cm tief sein, sodass die Frostsicherheit gegeben ist. Ohne ein Fundament würde der Frost die Steine im Winter anheben und die Mauer langsam aber sicher beschädigen.

 

Das Fundament wurde mit einer Schotterschicht mit einer Körnung von 16/32 aufgefüllt, auf die Oberfläche wurde noch ein ca. 8-10 cm starker Glattstrich aus Beton aufgetragen. 

2. Die Natursteine

Für die Mauer verwende ich unbehauene Bruchsteine / Natursteine aus dem Steinbruch. Bei den Natursteinen musst du darauf achten, dass es sich um sog. Lagersteine handelt, welche auch frostsicher sind. 

Da die Steine wie bereits erwähnt noch unbearbeitet sind, habe ich die Sichtseiten entsprechend behauen. Ich habe hierzu einen scharfen Meißel und einen Hammer / Fäustel verwendet.

 

Zur Bearbeitung der Seitenflächen bietet sich die Verwendung eines Winkelschleifers (Flex) mit einer Steinscheibe an.  Es reicht hier in der Regel aus, den Stein ca. 5 - 10 cm tief anzuschneiden, dann kannst du die Kante mit dem Meißel gerade abschlagen. 

3. Der Beton

Den Beton (Mörtel) zum Mauern habe ich mir selbst angemischt. Ich habe hierzu Sand mit einer Maximalkorngröße von 2 mm und Trasszement verwendet.

 

Bei der Herstellung von Natursteinmauern solltest du auf jeden Fall Trasszement verwenden, dieser ist durch den beigefügten Trass witterungsbeständiger und blüht nicht aus. 

 

Der Sand und der Beton werden dann in einem Verhältnis von 3:1, das bedeutet drei Schaufeln Sand auf eine Schaufel Trasszement miteinander gemischt.

 

Den Trasszementmörtel gibt es auch als Fertigmischung (*https://amzn.to/2ZmODsv), dieser musst du dann nur noch Wasser hinzugeben. 

 

Zum Mischen habe ich einen normalen Freifallmischer verwendet, diese sind eigentlich nicht sehr teuer in der Anschaffung, man kann sich diese auch bei vielen Baumärkten ausleihen.

 

Beim Mischen gehe ich so vor, dass ich die trockene Mischung zuerst zwei bis drei Minuten lang durchmische, danach gebe ich dann Schritt für Schritt das Wasser hinzu.

 

Der Wasserzementwert ist hier ehr gering, da der Betonmörtel zum Mauern lediglich wie auf dem Bild ersichtlich eine erdfeuchte Konsistenz haben sollte. 

 

Nachdem du den Betonmörtel angemischt hast, kann mit dem Bau der Natursteinmauer begonnen werden. 

 

Das Fundament sollte vor dem Betonieren noch kurz gewässert werden, sodass dem aufgebrachten Beton kein Wasser entzogen wird.

 

Den Betonmörtel habe ich dann in einer Höhe von etwa 3-4 cm auf das Fundament aufgebracht, sodass der Stein später satt im Beton sitzt. Kleine Höhenunterschiede der Steine lassen sich durch den Beton leicht ausgleichen.  

4. Natursteine setzen

Beim Setzen der Natursteine empfiehlt es sich eine Richtschnur zu spannen, nach dieser kannst du dann deine Steine gerade ausrichten.  

Nachdem die ersten Natursteine gesetzt sind, werden diese in den Zwischenräumen mit Betonmörtel ausgefugt.

Der freie Raum hinter der Mauer wird dann mit sog. Füllsteinen aufgefüllt. Die Füllsteine dienen dazu, dass der Boden hinter der Mauer wasserdurchlässig bleibt, so kann sich bei Regen keine Staunässe bilden.

 

Zum Auffüllen wird in der Regel Schotter verwendet, da ich aber keinen Schotter hatte, habe ich hier die Steinreste verwendet, welche ich auf der Baustelle finden konnte. 

Danach geht es dann mit der nächsten Reihe weiter. Bei der Auswahl der Steine musst du jetzt darauf achten, dass die Fugen der Steine keine Kreuzfugen bilden. Die Steine sollten sich immer überlappen. Dies sorgt dann später auch für eine zusätzliche Stabilität.

Auf diesem Foto ist der Fugenversatz gut zu sehen. 

Nachdem der Beton dann etwas angezogen hat, werden die Fugen für eine schöne Optik nochmals mit einem leicht feuchten Pinsel nachbearbeitet und geglättet. Der Pinsel sollte hier wirklich nur leicht feucht und nicht nass sein, da sonst der Zementleim aus dem Mörtel ausgewaschen werden kann. 

Dann ist deine selbst gebaute Gartenmauer aus Natursteinen auch schon fertig. 

Am Anfang der DIY-Anleitung findest du noch ein YouTube-Video, in welchem du die einzelnen Arbeitsschritte nochmals nachverfolgen kannst.

 

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Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg bei deinem Projekt.

 

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Mein nächstes DIY-Projekt kommt bald, also einfach dran bleiben!

 

Weil selber machen einfach mehr Spaß macht als selber kaufen...